Ich sage zu meiner KI „Bitte” und „Danke”

Darstellung eines leuchtenden AI-Tokens mit der Aufschrift 'THANKS', der in einen KI-Slot eingeworfen wird – Symbol für die Investition in höfliches Prompt Engineering.
auch wenn es Sam Altman Millionen kostet

Ich sage zu meiner KI „Bitte” und „Danke”

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten einer Studie des „Future“-Verlags sprechen freundlich mit ihrer KI. 80% derjenigen tun dies aus Überzeugung, weil sie es als “das Richtige” empfinden. Bemerkenswerte 12 % gaben jedoch an, nur deshalb höflich zu sein, um sich für den Fall eines potenziellen “Roboteraufstands” in der Zukunft abzusichern…

Ja, ich gehöre auch zu den ~70 % der Nutzer, die höflich mit ihrem Chatbot umgehen. Und nein, ich glaube nicht, dass ChatGPT, Gemini oder Claude sich freuen, wenn ich mich bedanke. Aber ich tu’s trotzdem.

Warum das teuer ist? Jedes Wort, das du in einen Chatbot tippst, wird als Token verarbeitet – und jeder Token kostet Rechenleistung, GPU-Zyklen und Strom. Bei Milliarden von Anfragen täglich summieren sich ein paar höfliche Worte pro Prompt zu einer spürbaren Rechnung. Sam Altman selbst bestätigte auf X, dass die Höflichkeit der Nutzer OpenAI „tens of millions of dollars” kostet – und fügte hinzu: „well spent”. Seh‘ ich auch so!

Mentale Hygiene durch KI-Ethik: Warum Anstand unsere Gewohnheiten schützt

Der Grund hat weniger mit KI zu tun als mit mir selbst. Der Philosoph Immanuel Kant hat einst argumentiert, man solle Tiere nicht grausam behandeln – nicht weil es dem Tier schadet, sondern weil es einen selbst verhärtet. Übertragen auf KI: Sie hat zwar noch keine Gefühle, die ich verletzen könnte, aber die Art, wie ich kommuniziere, formt meine Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich nicht selektiv an- und ausschalten. Wer tagsüber im Befehlston mit seiner KI spricht, nimmt diesen Ton unterschwellig mit in den nächsten Termin. Höflichkeit gegenüber KI ist somit auch ein Verhaltenstraining für mich selbst.

Soweit die philosophische Seite. Die technische ist für alle, die KI produktiv einsetzen, aber mindestens genauso relevant.

Prompt Engineering: Bis zu 30% bessere Ergebnisse durch freundliche Prompts

Die Studie zeigt auch, dass höflich formulierte Prompts die Qualität der KI-Antworten um bis zu 30 % verbessern können. Kein esoterischer Wohlfühleffekt, sondern messbar. LLMs spiegeln menschliche Kommunikationsmuster wider. Ein freundlicher Kontext aktiviert Assoziationen, die mit kooperativem, lösungsorientiertem Verhalten auf Basis statistischer Wahrscheinlichkeiten verknüpft sind.

Dabei stoßen wir auf spannende, kulturelle Nuancen, die wir beispielsweise bei der Entwicklung von Teststrategien für KI-gestützte Systeme unbedingt berücksichtigen müssen. Interessanterweise wurden bei Japanisch-sprachigen Modellen bei übertriebener Höflichkeit nachweislich schlechtere Ergebnisse erzielt, weil die kulturelle Komplexität des Höflichkeitssystems Keigo die Modelle „verwirrt”. Der optimale Tonfall ist also sprachabhängig und damit ein relevanter Parameter für Lokalisierungstests.

Qualitätssicherung im Nichtdeterminismus: Der Tonfall als Kontrollvariable

Für mich als Quality Consultant heißt das: Die Formulierung eines Prompts beeinflusst die Qualität des Outputs und damit die Qualität deines Produkts, deiner Entscheidung, deines Testlaufs. In einer Welt nichtdeterministischer KI-Ergebnisse ist jede kontrollierbare Variable relevant. Auch der Tonfall.

Also ja – ich sage „Bitte” und „Danke”. Für die Ergebnisqualität, für meine eigenen Gewohnheiten und ein kleines bisschen auch für den unwahrscheinlichen Fall, dass die KI sich doch irgendwann erinnert, wer nett zu ihr war. 😉

Wie hältst du es – und hast du einen Unterschied in der Ergebnisqualität bemerkt?

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Kompass auf Datenseite – steht für Orientierung, strategische Beratung und Qualität als richtungsweisendes Prinzip.

Qualität ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der richtigen Strategie.

Ob es um die feinen Nuancen der sprachlichen Anpassung in globalen Märkten geht oder um den Aufbau einer skalierbaren Testarchitektur, die nichtdeterministische Ergebnisse beherrschbar macht: Bei QCT operationalisieren wir Vertrauen in KI durch messbare Evidence.

Lass uns gemeinsam sicherstellen, dass deine KI-Systeme nicht nur höflich, sondern vor allem präzise, sicher und marktgerecht funktionieren.

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